Erneute US-Warnung an die Türkei : S-400 Ankauf und Konflikt mit Griechenland untergräbt Einheit der NATO

Tebel-Report. – Der Streit zwischen Griechenland und der Türkei wie deren Politik im Mittelmeerraum untergraben die Einheit des NATO-Bündnisses, so die USA.

Am 25. Juni richtete der Präsident des American Hellenic Institute (AHI), Nick Larigakis, ein Schreiben an US-Außenminister Mike Pompeo. Darin äußerte der Präsident des AHI seine ernsthafte Besorgnis über die türkische Politik im Mittelmeerraum.

Dieser Tage veröffentlichte das AHI nun die Antwort durch Phil T. Reeker, dem Principal Deputy Assistant Secretary Bureau of European and Eurasian Affairs.

In seinem Antwortschreiben an das American Hellenic Institute bemerkt Reeker, dass die USA Griechenland als Säule der Stabilität bestrachten und einen Ausbau der glänzenden Beziehungen befürworten. Mit der Republik Zypern bestehe seit 2018 ein Absichtserklärung, die bilateralen Sicherheitsbande zu vertiefen, die auch die Ausbildung zypriotischer Soldaten ab 2021 vorsieht.

„Wir haben der Türkei wiederholt mitgeteilt, dass ihre Überflüge auf griechischem Gebiet, ihre Bohraktivitäten in den Gewässern vor Zypern, ihre Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Abgrenzung des Seeverkehrs mit Libyen und ihre erklärte Absicht, auf der Grundlage dieser Vereinbarung nach Kohlenwasserstoffen zu suchen sind provokativ, nicht hilfreich und führen zu Spannungen in der Region.“

Phil T. Reeker in einem Schreiben an das American Hellenic Institute in Washington, DC

Allerdings sei es sinngemäß ebenso das Ziel der US-Außenpolitik, die Türkei als Bündnispartner zu erhalten und die griechisch-türkische Disharmonie zu beseitigen, damit die NATO den russischen Aktivitäten im Mittelmeerraum als Einheit begegnen könne.

Des weiteren wirft der Diplomat der Türkei vor, mit dem Kauf des russischen S-400 Luftabwehrsystems ein schweres Hindernis in den NATO-Beziehungen aufgerichtet zu haben.

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Bildquelle: Bild von Şinasi Müldür auf Pixabay