»Hintergrund« | So ticken „Identitätslinke“ (TAG24 Interview mit Sandra Kostner)

TAG-24 interviewt Sandra Kostner von der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd über ihr neues Buch: „Identitätslinke Läuterungsagenda: Eine Debatte zu ihren Folgen für Migrationsgesellschaften“ . Sie prägte darin den Begriff „Identitätslinke“ und schafft hierdurch die Verbindung von „Identity Policy“ zu linksliberalen Strömungen.

Identitätslinke sehen Menschen nicht individuell, sondern in Identitätsmerkmalen, die sie bestimmten Gruppen zuteilen. Also etwa „weiß“, „männlich“ oder „heterosexuell“. TAG24

Ihre Kernpunkte im Interview auf TAG24:

  • Identitätslinke interessiert der soziale Aufstieg von ausgewählten Identitätsgruppen.
  • Die Gesellschaft hat Schuld auf sich geladen und muss diesen benachteiligten Gruppen Forderungen erfüllen. Sonst gilt sie als sexistisch, islamophob, rassistisch.
  • Nachdem dieses Korsett einen allgemeinen sozialen Aufstieg verhindert, ist die Ideologie der Identitätslinken eher rechts zu verorten.
  • Mit dem Einsatz wollen die Identitätslinken Benachteiligungen beenden, wofür auch Kostner eintritt. Allerdings sieht die Wissenschaftlerin auch eine protestantisch-religiöse Ebene: Durch ihren Einsatz erwarten Identitäslinke nach Kostner eine „moralische Läuterung“.

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