Kambodscha | Ein neuer Baustein in Chinas Machtmosaik?

Kambodscha bestreitet einen Artikel im Wall Street Journal vom Sonntag. Peking soll demzufolge mit Kambodscha ein Geheimabkommen geschlossen haben, das es chinesischen Streitkräften erlaubt werde, einen Teil der Ream Naval Base unweit von Sihanoukville frei zu nützen.

Die Gerüchte sind schon älter: Bereits im Januar 2019 berichtete die South China Morning Post aus Hongkong von einem chinesischen Flottenbesuch und diesbezüglichen Spekulationen,drei Monate davor bereits die Asia Times.

Laut Reuters verneint dies der kambodschanische Premierminister aber vehement, zumal solch ein Vorgang der Verfassung widersprechen würde. Schon im vergangenen November hatten zwei kambodschanische Minister ein chinesisches Engagement in der Phnom Phen Post als „fake news“ bezeichnet.

Daneben bestehen in den USA weiters Befürchtungen, dass China ebenso Zugriff auf den internationalen Flughafen in Dara Sakor gewinnen könnte. Der neue Großflughafen befände sich zwar noch in Bau, würde allerdings der chinesischen Union Group das Nutzungsrecht für 99 Jahre einräumen, so das WSJ.

Ein Fußfassen in Kambodscha würden Chinas Möglichkeiten im Ringen um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer erhöhen, entstünde auch eine strategische Zange gegen seinen vietnamesischen Rivalen.

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