Taiwan vor der Wahl : Tod des Generalstabschefs und schärfere Töne gegen Peking

Tebel-Report. – Am 11. Januar wählt Taiwan.

Tendenz letzter Umfragen

Die letzten Umfragen vor dem Jahreswechsel – seit dem 1. Januar dürfen keine Befragungsergebnisse mehr veröffentlicht werden – sehen die regierende DDP (33,6 Prozent) in Führung. Die Kuomintang liegt demnach bei 26 Prozent, gefolgt von der Taiwan People’s Party (TPP) des Bürgermeisters von Taipei (7,2 Prozent), die seit gestern offiziell auch von Foxconn Technology Gründer Terry Gou unterstützt wird. Bei 4,5 Prozent liegt die New Power Party (NPP).

Allerdings bemerkt die Taiwan Times, dass noch 35 Prozent der Wählerinnen und Wähler unentschlossen seien: Damit kann sich bei der Wahl eine Überraschung zutragen.

Hinzu kommt der heutige tödliche Hubschrauberabsturz von Taiwans Generalstabschef Shen Yi-ming, weswegen der Wahlkampf für drei Tage ausgesetzt wird.

Taiwans China-Politik als wichtigstes Wahlkampfmotiv

Während Peking aktiv ein „Land und zwei Systeme“ für Taiwan propagiert und verstärkt Drohgebärden zur „abtrünnigen“ Insel richtet, wendet sich die demokratisch-progressive Partei (DPP) von Präsidentin Tsai Ing-wen stark gegen Peking: Erst am letzten Tag des vergangenen Jahres verabschiedete sie ein Gesetz, das „feindlichen, ausländischen Mächten“ – also China – politische Einflussnahme in Taiwan verwehren soll. Die oppositionelle Kuomintang (KMT) sah darin ein billiges Wahlkampfmanöver.

Siehe

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