Türkei besetzt symbolisch griechisches Schwemmland an der gemeinsamen Grenze

Tebel-Report. – Seit vergangenen Donnerstag verschärft sich ein von britischen Zeitungen hochgespielter Grenzkonflikt zwischen der Türkei und Griechenland.

Schauplatz der jüngsten Verstimmung bildet ein wenige hundert Quadratmeter umfassendes Schwemmland am südlichen Ufer des Evros, das im Frühling und Herbst überflutet wird. Dieses Gebiet halten etwa 35 türkische Soldaten und Spezialkräfte besetzt, über das die türkische Flagge weht.

Ankara nennt die Änderung des Flusslaufes und moderne Baulichkeiten seit 1926 als Grund dafür, dass nun technische Koordinierung nötig seien. Demgegenüber sieht sich Griechenland in den Verträgen von 1923 und 1926 bestätigt, wie Greek Reporter berichten.

Der Kern des Problems liegt indessen in der geplanten Erweiterung des Grenzzaunes gegen illegale Migration auf griechischer Seite, für dessen Verlauf die Türkei im Vorfeld die Koordinaten gefordert hatte. Griechenland lehnte dies bislang ab, da die Baulichkeiten auf griechischer Seite stattfinden.

Griechische Zeitungen berichten heute, dass der Bau des Grenzzaunes nicht behindert ist und bald umgesetzt wird, weil mit einer neuen Migratantenwelle aus der Türkei zu rechnen sei.

Siehe:

Bildquelle: Bild von Konstantinos Papadopoulos auf Pixabay