»Neues aus den USA« : Bis zu einem Drittel der Sterbeurkunden falsch?

„Zum Beispiel ist Herzstillstand keine akzeptable Todesursache, weil jeder an Herzstillstand stirbt“, sagte Anderson. „Das bedeutet nur, dass dein Herz stehen geblieben ist.“

USA TODAY

Tebel-Report NACHRICHT. – Fast die Hälfte der Sterbeurkunden in Krankenhäusern in Missouri wiesen 2017 eine falsche Todesursache auf, ergab eine damalige Untersuchung. In Vermont war etwa die Hälfte der Sterbeurkunden mit „schwerwiegenden Fehlern“ behaftet.

In einem USA TODAY-Network-Interview schätzt Bob Anderson, Leiter der Abteilung für Sterblichkeitsstatistik am Nationalen Zentrum für Gesundheitsstatistik, dass bis zu einem Drittel aller Todesurkunden nicht die tatsächliche Todesursache vermerken – ein Umstand, der auch in der aktuellen Coronakrise die wahren Todeszahlen verschleiert und staatliche Herangehensweisen erschwert. Als Gründe sehen Experten darin, dass medizinisches Personal – in manchen US-Bundesstaaten bis hin zum Pfleger – die Formulare ausfüllen dürfen. In Alabama und Georgia müssen laut USA TODAY Gerichtsmediziner nicht einmal Ärzte sein – sie müssen nur volljährig sein, um gewählt zu werden. Siehe: One in 3 death certificates were wrong before coronavirus. It’s about to get even worse. (USA TODAY, USA)

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